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Was ist Kinderradiologie?

Die Kinderradiologie beschäftigt sich mit der bildgebenden Diagnostik von Krankheiten aber auch Normvarianten und Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen. Um in Deutschland Kinderradiologe zu werden, muss ein Arzt zusätzlich zur radiologischen Facharztausbildung eine zweijährige Weiterbildung absolvieren bei einer/m KinderradiologIin/en, die/der über die entsprechende kinderradiologische Weiterbildungsermächtigung verfügt.

Ein Kinderradiologe hat besondere Kenntnisse und Erfahrungen mit dem bei Kindern auftretenden Erkrankungsspektrum, das sich deutlich von dem bei Erwachsenen unterschiedet. Er verwendet die für Kinder besonders geeigneten Untersuchungsverfahren, nutzt kindgerechte Untersuchungsprotokollen und minimiert die erforderliche Anwendung von Röntgenstrahlen. Das in der Kinderradiologie am meisten verwendete Untersuchungsverfahren ist hierbei der Ultraschall. Auf diesem Gebiet muss ein Kinderradiologe daher besonders erfahren sein und auch Spezialanwendungen beherrschen, die in der Erwachsenenradiologie nicht vorkommen, wie die Sonographie von Hirn und Rückenmark beim Neugeborenen oder die Sonographie der Säuglingshüfte. Die Computertomographie wird bei Kindern hingegen sehr viel seltener eingesetzt als bei Erwachsenen, wenn möglich, wird in den Fällen, in denen eine Frage nicht durch den Ultraschall zu klären ist, die Kernspintomographie zur weiteren Abklärung eingesetzt. Das Spektrum der in der Kinderadiologie angewandten Untersuchungen und der Stellenwert der diagnostischen Verfahren unterscheidet sich von den aus der Erwachsenenradiologie bekannten Vorgehensweisen (s.u.).

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